Traunstein, 19.02.2026
Die Kollegen und Kolleginnen von MaxSolar nahmen an der gestrigen Demonstration gegen das geplante Netzpaket des Bundeswirtschaftsministeriums teil. Die Aktion fand am 18. Februar vor dem Bundeswirtschaftsministerium im Invalidenpark in Berlin statt, wo ein 20 Meter langes Rotorblatt und ausrangierte Solarmodule symbolisch den drohenden Stillstand der Energiewende verdeutlichen. Sie machten mit der Teilnahme auf erhebliche Risiken aufmerksam, die der aktuelle Entwurf für Investitionen, Planungssicherheit und den zügigen Ausbau Erneuerbarer Energien mit sich bringt.
Die vorgesehenen Regelungen würden in zahlreichen Netzregionen zu gravierenden wirtschaftlichen Belastungen führen. So sollen Betreiber neuer Anlagen in Gebieten mit mehr als drei Prozent Abregelung im Vorjahr nur dann zeitnah angeschlossen werden, wenn sie für bis zu zehn Jahre auf Redispatch-Entschädigungen verzichten. Dies verschiebt systemische Risiken einseitig auf Anlagenbetreiber und untergräbt die Finanzierbarkeit vieler Projekte, die bereits vollständig entwickelt sind. Parallel ist offen, ob Netzbetreiber künftig auch für bestehende Anschlüsse Baukostenzuschüsse erheben könnten. Beides schafft ein Umfeld, in dem Netzzugänge unsicher, teuer und schwer kalkulierbar werden.
Zudem sieht der Entwurf vor, dass die über 850 Verteilnetzbetreiber eigenständig Vorgaben für den Netzanschluss definieren dürfen. Dies würde einen unübersichtlichen Flickenteppich lokaler Sonderregeln schaffen, der insbesondere für deutschlandweit tätige Unternehmen zusätzliche Kosten, Intransparenz und Verzögerungen erzeugt. Gleichzeitig bleibt ungeklärt, wie flächendeckend Kapazitätsbeschränkungen künftig gelten. Die Folge wäre ein strukturell höheres Investitionsrisiko für Erneuerbare Energien und Speicher in ganz Deutschland.
Die vom BMWK angekündigten digitalen Netzanschlussportale sind zwar ein erster Schritt hin zu mehr Nachvollziehbarkeit. Sie adressieren jedoch nicht das Kernproblem: Ohne eine konsequente Digitalisierung der Netzsteuerung, Netzauslastungsdaten und operativen Prozesse bleiben Effizienzpotenziale ungenutzt. Erst ein Echtzeitfähiges Netzmanagement schafft die Transparenz und Verlässlichkeit, die für einen beschleunigten Ausbau erforderlich wären. Fehlende Verbindlichkeit verschärft die Situation zusätzlich - klare Konsequenzen für nicht fristgerecht umgesetzte Maßnahmen sind im Entwurf nicht vorgesehen, wodurch ein wirksamer regulatorischer Rahmen fehlt.
Besonders kritisch bewertet MaxSolar den möglichen Wegfall des Netzanschlussvorrangs für Erneuerbare Energien, der de facto aus dem Netzpaket resultieren könnte. In einer Phase, in der der Ausbau erneuerbarer Kapazitäten dringend beschleunigt werden müsste, würde ein zentrales Steuerungsinstrument abgeschwächt. Statt Hürden zu erhöhen, wären priorisierte Netzinvestitionen, flexible Anschlussmodelle und die systematische Einbindung von Speichern notwendig. Speicher könnten Netzengpässe wirksam reduzieren, werden jedoch in vielen Regionen ohne rechtliche Grundlage im Redispatch-Fall am Laden gehindert - ein Vorgehen, das volkswirtschaftlich schädlich ist und dem Ziel der Netzstabilisierung widerspricht.
Über die Einzelmaßnahmen hinaus zeigt sich ein strukturelles Problem: Der Netzausbau liegt weiterhin in der Verantwortung von über 850 Verteilnetzbetreibern, ohne dass bei Zielverfehlung klare Konsequenzen vorgesehen sind. Fehlende Verantwortungszuweisung, fehlende digitale Infrastruktur und fehlende Sanktionen verhindern die notwendige Verbindlichkeit, um den Netzausbau mit dem Ausbau der Erneuerbaren zu synchronisieren.
Als ganzheitlicher Infrastrukturentwickler und Betreiber deckt MaxSolar die gesamte Wertschöpfungskette der neuen Energiewirtschaft ab. „Mit Erneuerbaren Energien, flexiblen Speicherlösungen und regionalen Wärme- und Mobilitätskonzepten stärken wir die Resilienz der Versorgung und Wettbewerbsfähigkeit von Industrie-, Techunternehmen sowie Kommunen“ , so Christoph Strasser, CEO der MaxSolar GmbH, und betont vor diesem Hintergrund: „Die aktuellen Vorschläge verschieben zentrale Netzrisiken auf Projektierer und gefährden Investitionen in Erneuerbare Energien genau in dem Moment, in dem flexible Lösungen und planbare Rahmenbedingungen entscheidend wären. Eine funktionierende Energiewende braucht effiziente Netze, verlässliche Prozesse und klare Verantwortlichkeiten - nur so bleiben Projekte finanzierbar, der Ausbau bezahlbar und die Versorgung langfristig wettbewerbsfähig.“
Die Energiewende ist kein Kostenfaktor, sondern ein strategischer Standortvorteil. Sie stärkt Resilienz, Innovationskraft und regionale Wertschöpfung, senkt langfristig Energiekosten und erhöht die industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Ein Netzpaket, das den Ausbau Erneuerbarer Energien verlangsamt oder Investitionen erschwert, wirkt diesen Zielen entgegen und gefährdet die Modernisierung der deutschen Wirtschaft insgesamt.
Über MaxSolar GmbH:
Als ganzheitlicher Infrastrukturentwickler und Betreiber deckt die 2009 gegründete MaxSolar mit Hauptsitz in Traunstein die gesamte Wertschöpfungskette der neuen Energiewirtschaft ab. Mit Erneuerbaren Energien, flexiblen Speicherlösungen und regionalen Wärme- und Mobilitätskonzepten stärkt MaxSolar die Resilienz der Versorgung und Wettbewerbsfähigkeit von Industrie-, Techunternehmen sowie Kommunen.
Zudem bietet MaxSolar Power Purchase Agreements (PPAs) für eine langfristige und planbare Versorgung mit grünem Strom. Mit einer Projektpipeline von 6,1 Gigawatt und sechs Standorten in Deutschland ist MaxSolar sowohl regional als auch national aktiv.
www.maxsolar.com
Pressekontakt:
Anastasia Segovia Astorga
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